Die Story

Die Story

Die Story

„All unsere Myssys werden von echten Myssy-Omas in Pöytyä gestrickt. Wir beziehen unser handgefärbtes Garn von unserer eigenen Finnschaff-Herde. Alles ist biologisch und ursprünglich auf unserer Farm und nichts ist cool in Pöytyä. Außer wenn dort der Winter kommt. Daher haben die Menschen hier das Handwerk vererbt, die besten Myssys auf der Welt zu stricken.”

 

Myssy* ist der finnische Begriff für eine tolle Wollmütze und Myssyfarmi ist ein Designunternehmen, das seinen Sitz auf einer Farm in Pöytyä, Finnland, hat. Neben unseren Myssys sind wir auch bekannt für ausgezeichenete Lebensmittel. Wir sind ein Familienunternehmen, das von isäntä* Janne und emäntä* Anna Rauhansuu geführt wird.

Die Farm ist seit dem frühen 19. Jahrhundert in Familienbesitz und die Marke wurde 2009 gegründet, als wir auf die alte Rauhansuu Farm gezogen sind. Die ersten Myssy Schafe waren Susi, Bambi und Onni kam ein Jahr später dazu.

Die Myssys sind atmungsaktiv und können das ganze Jahr über getragen werden. Nach einer Weile nimmt das Produkt deine Kopfform an und wird ein Teil von dir.

 

*Ein kurzes Myssy - Wörterbuch

Myssy = Unsere absolut organische Wolle, die unvergleichlich ist mit allem, was du bisher gekannt hast.

Isäntä = Der Farmer. In unserem Fall Janne, der alles initiiert hat.

Emäntä = Die Frau der Farm. In unserem Fall Anna, die Designerin.

Lammas = Ein Schaf. In unserem Fall die frei lebenden Finnschafe, die die feinste Wolle auf der Welt liefern.

Mummo = Eine Großmutter. In unserem Fall die warmherzigsten Handarbeiterinnen, die du dir vorstellen kannst.

 

Knitted by grannies. How uncool is that?

PÖYTYÄ, DER ORT

„Willkommen auf dem Myssy-Hauptsitz“

 

Willkommen in Pöytyä, einer Modewelt der ganz besonderen Art. Felder, Wälder, Flüsse und, natürlich ein Baseball-Stadium. Es mag dir vielleicht wie mitten im Nirgendwo erscheinen, aber es ist eine der ältesten Gemeinden in Finnland, wo unsere Vorfahren seit Jahrhunderten als Farmer lebten. Hier ist nichts cool, aber wir haben alle Voraussetzungen, um eine perfekte Myssy herzustellen. 

 

YOU THINK MYSSY IS A FUNNY NAME? WHAT ABOUT PÖYTYÄ?

DIE FARM-TRADITION

„Die Tradition von Ästhetik und Handwerk wurde über Jahrhunderte von Generation an Generation auf den Familien-Höfen weitergegeben.“

 

In der Mitte des 20. Jahrhunderts lebte fast die Hälfte der finnischen Bevölkerung von der Landwirtschaft, statistisch gesehen hat also fast jeder Finne seine Wurzeln in der Landwirtschaft. Die schnell wachsende Urbanisierung begann erst in den Sechziger Jahren.

Auch wenn uns das 20. Jahrhundert einige weltbekannte Designer beschert hat, so besteht doch das Streben nach Einfachheit und natürlicher Schönheit schon weitaus länger. Im ländlichen Lebensstil und durch den lutheranischen Glauben war nichts sehr extravagant oder schick.

Jahrhundertelang wurde die Tradition von Ästhetik und Handwerk von Generation an Generation auf den Bauernhöfen der Familien weitergegeben. Einige Farmen, wie Alastaro, wo Annas Großmutter geboren wurde, befinden sich seit dem frühen 17. Jahrhundert in Familienbesitz. Das sind über 400 Jahre Tradition und ein Erbe, auf dass man stolz sein kann.

Im Herzen sind wir eine Nation von Farmern und darauf können wir stolz sein.

Das FINNSCHAF

„Nordeuropa ist die Heimat einer speziellen Schafsrasse, die noch in Finnland zu finden ist, sie ist praktisch reinrassig und ein pures Produkt natürlicher Selektion. Die Wolle dieses Schafes hat einen charakteristischen Hauch von Wildheit behalten.”

 

Finnschaf ist eine ursprüngliche finnische Landrasse und Finnland hat immer noch die größte genetische Finnschaf-Population auf der Welt. Wir finden es interessant, dass das Finnschaf enger mit dem ursprünglichen Wildschaf verwandt ist als die meisten anderen Schafsrassen heutzutage.

Finnschafe sind dafür bekannt, dass ihre Wolle sehr weich, leicht und dicht ist. Diese Schafe haben ein außergewöhnlich breites Farbspektrum: weiß, braun und schwarze Wolle kann gemischt werden, das ergibt sieben tolle natürliche Farben für unsere Myssys.

Wir arbeiten eng mit der organischen Schafsfarm Rintala von Yläne, Pöytyä, zusammen. Unsere Schafe werden zweimal pro Jahr geschoren und sie werden bestens versorgt.

Du kannst dem Leben unseres Myssy-Schafe hier folgen @rintalantila oder uns auf der Farm besuchen.

    

DAS ÖKOLUXUS-GARN

„Das Garn ist handgefärbt mit natürlichen Farben. Folgen sie der Kunst des Färbens: @aurinkokehra“

 

Was unsere Myssy-Produkte so besonders macht, ist die Wolle. Wir glauben, dass es auf der ganzen Welt keine feinere Wolle gibt als dieses Finnschaf-Garn, das von unseren verantwortungsvollen Partnern produziert wird. Seine Weichheit ist vergleichbar mit Merino-Garn.

Das Garn wird am Spinnrad von Pirtin Kehräämö: @pirtinkehraamo gesponnen. Zuerst wird unsere unbehandelte, organische Wolle sanft gewaschen, um das Lanolin – das Wollfett – zu erhalten. Während des Spinnprozesses werden keine Chemikalien verwendet und der ganze Prozess kann vollständig rückverfolgt werden.

Das Garn wird dann handgefärbt von Anna Vasko von Aurinkokehrä. Sie ist eine talentierte Expertin, die nur natürliche Farben verwendet.

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ANNA, DIE DESIGNERIN

„Die Inspiration für das Design kommt aus der Landschaft, den Farben des alten Handwerks und dem Gegensatz – das Leben auf der Farm und die urbane Kultur“

 

Anna ist die Kreativdirektorin und die Designerin der Marke. Bevor sie die wichtige Rolle der emäntä** übernahm, verfolgte sie eine Karriere in der Werbebranche. Da sie in der vierten Generation Mitglied der lokalen Landfrauenvereinigung, Pöytyän Maatalousnaiset, ist, liegt es auf der Hand, dass ihr das traditionelle Handwerk im Blut liegt. 

Anna findet ihre Inspiration in Pöytyä: Landschaft, Gegensätze und die Farben alter Handwerkskunst, die ihre Großmütter anfertigten. Neben ihren tiefen Wurzeln und ihrem starken Zugehörigkeitsgefühl zur Farm, sehnt sie sich auch heimlich nach dem urbanen Leben - und fühlt sich sowohl in der Stadt als auch auf dem Land ein bisschen wie ein Außenseiter.

 

Feel like misfit? Look like one too.

JANNE, DER GRÜNDER

„Die erste Myssy kann man immer noch in einem Cafe im Schweizer Bergdorf Teufi Davos, finden.“

Janne selbst war es, der die allererste Myssy gestrickt hat, nachdem seine Karriere als Sportler 2006 zu Ende ging. Damals lebte er noch in Davos, Schweiz. Das Stricken wurde zu seinem Hobby und seitdem hat er über 1000 Myssy-Produkte hergestellt.

Janne war ein professioneller FIN-24 Windsurfer, der 15 Jahre lang um die Welt gereist ist und 2001 die Europa-Meisterschaft gewonnen hat. Heute ist er ein stolzer Vater und Farmer, und bringt die gleiche Leidenschaft, die er für den Wind und die Wellen hat, für seine Felder auf: es erfüllt ihn mit großem Stolz, ein Vollzeit-Farmer zu sein und die Traditionen an seine Kinder weiterzugeben. Wenn allerdings der Winter kommt, ist es an der Zeit, Myssy-Freunde auf der ganzen Welt zu besuchen…

ABER WIE HAT ALLES ANGEFANGEN?

Myssy-ystävät, manche von euch kennen schon die Geschichte über strickende Omas und superweiche Finnschafwolle – und das alles aus Pöytyä, Finnland. Aber wie sind wir soweit gekommen, und wie hat alles angefangen? Um uns zu verstehen, müssen Sie nicht bis in unsere Kindheit zurückgehen und Fotos von uns ansehen, wie wir durch die Felder und Wälder von Pöytyä laufen – auch wenn das natürlich die Basis unserer Werte ist.

Wir werden unsere Geschichte im Jahr 2002 beginnen. Damals war Janne, FIN-24, noch ein professioneller Windsurfer. Er gewann die EM-Meisterschaft 2001 und erreichte mehrere Rankings auf den weltweiten TOP10 -Listen. 2003 endete er seine Karriere wegen einer Verletzung und Janne beschloss den Bauernhof von seinen Eltern zu kaufen. Sein Wohnsitz blieb trotzdem immer noch in der Schweiz, wo er schon seit mehreren Jahren wohnte.

Als Janne eine neue Richtung in seinem Leben suchte, wohnte Janne in Davos, um im Winter Ski zu fahren. Jannes Freundin Julia hatte eine handgemachte Mütze, die Janne unbedingt wollte, aber die Mütze war leider nicht zu verkaufen. Mit finnischer Sturheit beschloss Janne selbst eine Mütze zu stricken. Die alten Frauen in einem Café halfen ihm beim Stricken. Die erste Mütze wurde am 16. Januar 2006 nach einer Woche harten Trainings. Das Meisterstück sah wie ein Kannenwärmer –Pannumyssy- aus und so wurde der Name Myssy gewählt. Der Name gefiel den Schweizern. Die erste Myssy ist immer noch im Café in Teufi zu sehen.

Ohne Julia wäre die Myssy nicht bekannt geworden. Sie designte das erste Logo, Etiketten und die Webseite. Mit ihrer Hilfe entwickelte sich Myssy zur Marke in der Davoser Ski Society. Bald strickten Janne und Julia überall; auf dem Strand und auf den Bergen. Die Kosenamen Mr. und Miss Myssy waren geboren. Jeder in Davos wollte eine Myssy haben und nach jedem schönem Skitag wurde gestrickt. Myssy-Partys wurden bekannt mit Myssy-Modenschauen und verschiedenen After Ski –Themen. Die Alpen waren das Zuhause für die Myssy Produkte, die in Davos, München und Zürich verkauft wurden. Aber vor allem ging es beim Stricken der Myssys darum, Spaß zu haben.

Ein strickender Mann war etwas Aussergewöhnliches und Janne begann auch während seinen Besuchen in Finnland zu stricken. Das Restaurant Blanko in Turku war sein Stammplatz zum Stricken. In jener Zeit wurde auch die Myssykraka (Myssy-Krawatte) erfunden. Janne reiste nach Südafrika zur Hochzeit von seinem Freund und am Abend vor der Trauung bemerkte er, dass er seine Krawatte zu Hause vergessen hatte. Das Stricken hatte er erst gerade gelernt, trotzdem beschloss er, sich eine Krawatte zu stricken. Es dauerte fast die ganze Nacht, aber am nächsten Tag trug er die schönste Krawatte des Festes.

Die finnische Website Adresse myssy.fi hinterliess bei den Schweizern einen coolen Eindruck, so dass schnell klar war, dass sich Myssy als die Marke aus Finnland poisitionieren würde . Die nächste Phase war echte finnische Wolle zu finden. Das war nicht leicht, weil es kaum einen Textilhersteller gab, der reine finnische Wolle benutzte. Bei Pirtin Kehräämö gab es dann aber das passende, dicke Garn für die Myssy-Produkte. 2008 nahm Myssy das erste Mal am Helsinki Design Market teil.

Im selben Herbst traf Janne Anna, woraufhin er endlich bereit war, nach Finnland zu ziehen. Er verbrachte seine Tage damit, die Farm zu einem Biobauernhof weiterzuentwickeln. Anna war an kreatives Arbeiten und Stricken gewöhnt, so dauerte es nicht lange, bis auch sie zu Stricken anfing. 2009 zogen Anna und Janne auf die alte Farm der Rauhansuu Familie und wurden „Emäntä“ und „Isäntä“ (die finnische Namen für Bäuerin und Bauer). Myssyfarmi wurde am 11.8.2009 gegründet. ‘

Der Rest unserer Geschichte kam fast von selbst. 2010 zogen die ersten Finnschafe auf den Bauernhof, als Bambi, Susi und Onni beim Nachbarhof Rintala geboren wurden. Dann verstanden wir, was für ein Schatz die Finnschafwolle ist. Sie hat ein wunderschönes Spektrum an natürlichen Farben, die Weichheit von Merinowolle und sie ist hundertprozentig finnisch und schwierig zu bekommen. Deswegen fingen wir die Zusammenarbeit mit dem Bauernhof Rintala an. Dank dieser Zusammenarbeit ist die Wolle völlig zurückverfolgbar.

2011 wurden die myssyfarmi.fi Website und der Webshop eröffnet und da wir keine Zeit mehr hatten, das ganze Stricken selbst zu übernehmen, war die Einführung der myssymummot – Myssy Grossmütter - als unser Aushängeschild der nächste Schritt. Sie hatten uns schon in früheren Jahren geholfen, aber jetzt war die Zeit, sie vorzustellen. Wir glauben, dass bei jedem Kleidungsstück ein bisschen Omaweisheit eingestrickt wird.

Gleichzeitig wurden Myssyfarmi’s Biolebensmittel mit kaltgepresstem Biorapsöl, Hulda-Erbsen, Erbsenschrot und Erbsenmehl nacheinander auf den Markt gebracht. Unsere zwei Produkte haben etwas gemeinsam; sie sind zu 100% zurückverfolgbar. Wir wissen genau woher unsere Wolle kommt, wie die Schafe heißen, wer die Mütze gestrickt hat, wo der Raps gewachsen ist und wer das Öl gepresst & abgefüllt hat. Sowohl das Produzieren von Biolebensmitteln als auch das Designen von schönen und ökologischen Produkten mit Finnschafwolle sind unsere Leidenschaft.

Das Stricken ist nie unsere Arbeit, sondern eine Leidenschaft und Inspirationsquelle gewesen. Im Herbst 2014 beschlossen wir jedoch, damit anzufangen, den Bauernhof professionell zu entwickeln. Als die Kinder Anna, Unto, Unna und Auni geboren wurden, beschloss Anna ihre frühere Arbeit zu verlassen und eine moderne Emäntä zu werden. Die Resultate lassen sich sehen: im Oktober 2015 wurde unser Biorapsöl als Bioprodukt des Jahres gewählt und im Dezember bekamen wir Geld von der Verwaltung für das Projekt „Wachstum und Internationalisierung von Myssyfarmi“. Wir sind wahrscheinlich der erste finnische Bauernhof, der eine solche Unterstützung erhalten hat.

Heute werden die Myssy Produkte in 13 Ländern verkauft, wir sind in vielen Medien erschienen und wurden für unsere Arbeit ausgezeichnet. Trotzdem fühlen wir, dass die Reise erst jetzt begonnen hat. Wir glauben an unsere Arbeit und dass wir ein bisschen die finnische Landwirtschaftskultur, wenn nicht die ganze Welt, verändern können. Wir sind glücklich, dass wir so ein tolles Team um uns haben, das dies alles erst ermöglicht. Für uns ist es ein natürlicher Schritt, zu den Wurzeln zurückzukehren, wo alles begann - überall auf der Welt.